Heute möchte ich mal auf eine andere Problematik des Elternseins eingehen: Das Auto fahren.
Mit meiner Familie irgendwo hinzukommen ist, wie ich im letzten Eintrag schon beschrieben habe, eine wirklich große logistische Herausforderung. Innerhalb von München ist das weniger ein Problem. Hier bevorzuge ich sowieso meistens die öffentlichen Verkehrsmittel, aber oft genug geht es nicht anders. Denn wenn die Natur oder die Verwandschaft ruft, ist mit Kind das Auto einfach die bequemere Alternative.
Ich fahre einen 11 Jahre alten Subaru Impreza, “Tante Paula” genannt. (Ja – mein Auto hat einen Namen und ich steh dazu) Nicht gerade das, was man sich unter einer modernen Familienkutsche vorstellt. Aber “Tante Paula” hat sich bisher eigentlich ganz wacker geschlagen und Kinderwagen, Taschen und nicht zuletzt der Maxi-Cosi samt Kind ließen sich immer irgendwie unterbringen. Nur der Airbag lässt sich vorne leider nicht ausschalten, so dass David immer auf der Rückbank Platz nehmen muss. Aber das machen Kanzler, Manager und Popstars ja auch und haben damit keine Probleme.
Sind dann alle im Auto verstaut und man hat die ersten 1-100m hinter sich gebracht, stellt David fest, dass er ja ganz alleine auf der Rückbank sitzt und findet die Autofahrt plötzlich nicht mehr so aufregend oder einschläfernd (je nachdem) wie noch vor ein paar Wochen. Trotz unseres extra gekauften Kinderspiegels fürs Auto, in dem wir ihn und er uns sehen kann (sehr empfehlenswert!!!), lässt er sich dann oft nicht mehr beruhigen und einer von uns quetscht sich zu Ihm auf die Rückbank.
Noch besser wird das Ganze, wenn man alleine unterwegs ist und man an jeder Raststätte stoppen muss, um Ihn wieder zum Schlafen zu bringen oder den Schnuller zu geben. So werden aus einer halben Stunde geplanter Fahrzeit gerne auch mal 1,5 Stunden.
Bei einer Fahrt an den Tegernsee am Wochenende habe ich jedoch festgestellt, dass wir nicht alleine mit diesem Problem sind. Bei einem der traditionellen Ich-geh-hinter-zu-ihm-Stopps an einer Raststätte sah ich Scharen von holländischen, österreichischen und deutschen Familien die ebenfalls Ihre Kinder auf der Rückbank zu beruhigen versuchten. ( Na gut,es waren genau 3 Familien)
Jetzt meine Fragen an euch: Wie geht es euch dabei? Wie machen das die Familien, die eine 35h Autofahrt in den Urlaub problemlos überstehen? Habt ihr irgendwelche sinnvollen Tipps?
Unser Nachmittag am Tegernsee war dann auch wirklich schön und der Kleine bester Laune, wie das Bild beweist.
Wenn nur die Autofahrt nicht wäre.
Ich wünsch euch eine gute Woche.

Davids erste Bootsfahrt
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Am 26. August 2009 um 10:21 Uhr
Ich habe zwar noch kein eigenes Kind, aber ich habe des Öfteren ein „Übungsobjekt“, mit welchem ich gerne das ein oder andere unternehme. Dies geht bei uns auf dem Land leider gar nicht ohne Auto. Der Süße ist jetzt drei und mit der Zeit habe ich herausgefunden, wie man ihn beschäftigen kann: Eine riesige Grissinistange in jede Hand und einen tragbaren Kassettenrekorder mit eingebautem Mikrofon auf den Rücksitz, Bob der Baumeister anstellen und ab geht´s
Na gut, einem Erwachsenen kann man mit Bob nur eine wirklich sehr kurze Zeit begeistern, aber dem Kleinen gefällt es und das ist doch die Hauptsache. Wenn Bob dann nach dem dritten umdrehen nicht mehr ganz so spannend ist, verfallen wir dann meist ins „selber singen und performen“ – was für andere Autofahrer wahrscheinlich eher komisch anmutet, dem Kleinen aber Spaß macht – zumal er die Texte auch gerne mal umformuliert.
Als er noch kleiner war, war es glücklicherweise gar kein Problem ihn zu beschäftigen, da er meist schon eingeschlafen war, kurz nachdem wir aus dem Ort raus waren. Da war eher das Problem ihn nicht einschlafen zu lassen, weil man eigentlich nur mal kurz in den Nachbarort fahren wollte, um was einzukaufen und ihn dann natürlich nicht schlafenderweise im Auto lassen möchte – und auch hier kann ich nur singen empfehlen
Wünsche euch auf jeden Fall weiterhin viel Freude mit dem Kleinen!!
Am 7. September 2009 um 14:45 Uhr
Hallo, seitdem wir einen T5 mit 3er Sitzbank vorne haben, sollte einiges leichter sein, mit der Lenkrad-freien Hand kann man jederzeit Schnuller wieder einsetzen und co
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Am 9. September 2009 um 16:20 Uhr
Am besten immer dann Autofahren, wenn die Kleinen müde sind.
Das funktioniert bei uns ganz gut. Dann ist unsere Maus eigentlich immer ganz brav und schläft meistens. Mit einem Jahr hat sie dann auch angefangen, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Ihr Lieblingsspielzeug sind die bunten Stapelbecher, die bei Unlust auch mal quer durchs Auto fliegen können.
Im Urlaub in den USA mussten wir öfter mal längere Strecken fahren, was meist problemlos funktioniert hat. Da sind dann schöne Fotos entstanden, auf denen sie überdeckt war mit ihren ganzen Spielsachen (Bücher, Becher, Kuscheltiere, etc.)… und letztlich doch eingeschlafen war.
Also dann: Weiterhin viel “Freude am Fahren” (vielleicht schafft ihr euch mal eine neue “Tante Paula” an, dann klappt’s bestimmt
Am 14. September 2009 um 20:46 Uhr
Hallo Fabian, das kenne ich gut. Mein Motto war immer, bloß nicht runter vom Gas. Sobald der Wagen stand, war die Kleine wach. Rote Ampeln waren daher meine größten Feinde, abgesehen von den Autofahrern, die bereits bei hellrot stehen blieben – von denen ganz zu schweigen, die schon bei Orange gebremst haben (also wirklich…
Umgekehrt dürfte auch ich manchen Münchner Autofahrer zur Weißglut gebracht haben, wenn ich bereits bei Erahnen einer roten Ampel in 500m Entfernung mit einer Geschwindigkeit von 10km/h dahingekrochen bin, nur um ja nicht stehenbleiben zu müssen. Was macht man nicht alles…
Aber alles wird irgendwann besser, auch das Autofahren. Mittlerweile ist unsere Maus 7 Monate und hat auch schon lange Etappen von 8 Stunden bestens gemeistert. Viel Spielzeug, Singen und Geschichten erzählen und schon ist man am Ziel. Also, nicht verzagen… in 3 Monaten ist es schon ganz easy.
Am 5. November 2009 um 19:34 Uhr
Wir fahren ja nun fast jeden zweiten Monat ca. 700km einfach … und Maja und Julian waren zum Anfang natürlich nicht begeistert – ging nur mit viel Gesang, Knabberei und Geschrei… nun geht es super, denn sie verstehen, dass wir etwas tolles vor uns haben und wir hören immer besondere Auto-Musi bzw. Hörspiele… die gibts nur beim Autofahren und wurden von beiden sorgfältig ausgesucht… machen immer tolle Pausen… und vorm losfahren müssen sie sich natürlich immer richtig austoben… also toi, toi, toi – wid besser
Am 6. November 2009 um 16:10 Uhr
Danke für eure tollen Tipps- es wird auch langsam wirklich besser. In unserem ersten Urlaub hat das schon toll geklappt.